urb4nize 2013 – ein Interview mit der Festival-leiterin Elke Rauth

DAS urb4nize FESTIVAL FINDET VOM 4. BIS 13. OKTOBER ZUM VIERTEN MAL STATT: FÜR WAS STEHT ›urb4nize‹ UND WAS IST EUER GESELLSCHAFTLICHER AUFTRAG?

urbanize! Int. Festival für urbane Erkundungen wurde 2010 gegründet, um einmal jährlich für 10 Tage eine forcierte Beschäftigung mit urbanen Themenstellungen anzuregen und gemeinsam mit Gästen und BesucherInnen nach neuen Möglichkeitsräumen im städtischen Alltag zu fahnden. Das Festival verbindet dabei eine große Vielfalt an Disziplinen und ProtagonistInnen in ihrer Auseinandersetzung mit der Stadt als Kunst-, Forschungs- und Lebensraum. Auch die Formate sind sehr vielfältig und umfassen Vorträge, Diskussionen, Performances, urbanen Forschungsreisen, Multimedia-Aktionen oder Sound-Walks ebenso wie Filme, Lesungen, Workshops und künstlerische Interventionen. Ziel von urbanize! ist immer ein möglichst breiter und interdisziplinärer Austausch, ein sich gegenseitig „schlau machen“ zwischen uns als VeranstalterInnen, den Festivalgästen und BesucherInnen. 2013 machen wir das von 4. bis 13. Oktober unter dem Festivalmotto „Citopia Now“, mit dem wir die Frage stellen wollen, was städtische Utopie heute eigentlich bedeuten könnte. Oder anders formuliert: Was es ganz praktisch eigentlich braucht, um ein gutes Leben für möglichst alle zu realisieren.

 

WER STEHT HINTER urb4nize?

Hinter urbanize! steht dérive – Verein für Stadtforschung, der seit 2000 als internationale Urbanismus-Plattform an der Schnittstelle von Wissenschaft, Kunst und Aktivismus arbeitet. Ziel des Vereins mit Sitz in Wien ist die Vermittlung von gesellschaftsrelevanten Fragestellungen zum urbanen Raum mit Mitteln und Methoden von Wissenschaft und Kunst – immer von einem multiperspektivischen, interdisziplinären und gesellschaftskritischen Ansatz ausgehend.

Der Verein fungiert seit 2000 als Herausgeber der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift dérive. Schwerpunktausgaben des internationalen Urbanismusmagazins beleuchten Themen wie Sicherheit, Kunst und Stadtentwicklung, Migration, Aufwertung, Eventisierung, Wohnbau, Mobilität, Kunst im öffentlichen Raum u.v.m. Seit Juni 2011 fließt dieses Konzept auch in dérive – Radio für Stadtforschung ein, einem monatlichen Radioformat, das von zahlreichen Radiostationen im deutschsprachigen Raum ausgestrahlt wird.

 

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›urb4nize‹ HAT IN DIESEM JAHR WIEDER EINE FESTIVALZENTRALE – EINE EINRICHTUNG, DIE VON VIELEN FESTIVALS ANGESTREBT WIRD. WAS GENAU WIRD DORT PASSIEREN UND WARUM HABT IHR EUCH DAFÜR ENTSCHIEDEN?

Die Idee einer Festivalzentrale gab es schon länger und 2012 haben wir erstmals damit experimentiert. Speziell für ein Festival wie urbanize!, das sehr dislokal organisiert ist und an unterschiedlichsten Orten in Wien stattfindet, erschien es uns wichtig, einen sozialen Festival-Knotenpunkt zu schaffen. Einen Raum zum Austauschen, Kennenlernen, Allianzen schmieden. Auch weil urbanize! durch seinen interdisziplinären Ansatz tatsächlich eine Vielzahl von AkteurInnen aus ganz unterschiedlichen „Szenen“ zusammenbringt, aus deren Zusammentreffen ganz neue Konstellationen für die weitere Arbeit entstehen können. Beim Festival 2012, das unter dem Motto „Stadt selber machen“ stattfand, hat das ganz wunderbar funktioniert. Heuer schlagen wir unsere Zelte im Hundsturm in der Margarethenstraße 166 auf, der ehemaligen Probebühne des Volkstheaters, das seit Jänner 2013 unter der kuratorischen Leitung von Wolfgang Schlag als eine Art „urbanes Labor“ fungiert. Wir bespielen den Hundsturm mit Vorträgen und Diskussionen, einer Ausstellung, Filmen und Workshops. Und selbstverständlich haben wir auch eine Bar mit Speis, Trank und Musik zum Austauschen, Vernetzen und Feiern.

 

WAS SIND DEINE PERSÖNLICHEN ›DON’T-MISS-IT‹ EVENTS?

Hmmm – als Kuratorin tut man sich natürlich schwer mit einer Auswahl. Beim Festivalauftakt am 4.10. im Hundsturm starten wir mit der Performance „Radical Bionics“ von Lars Schmid und wir geben in Form einer inszenierten Reise durchs Festival einen guten Überblick über das Programm der 10 Festivaltage. Spannend wird sicher auch der Stadterforschungs-Spaziergang „Parcours: Die Kunst des Kartenlesens“,  bei dem sich der Künstler Daniel Aschwanden mit dem Publikum gehend und per U-Bahn quer durch die Stadt arbeitet, vom Karlsplatz bis zur zukünftigen Seestadt Aspern. Begleitet wird er von Elektronik-Musikern aus Peking, einem Spoken Word Artist aus Ghana und vielen anderen Mitwirkenden, die am Weg die Stadt als Theater-Kulisse inszenieren. Das Ganze wird mehrmals aufgeführt. Und natürlich gibt es zahlreiche interessante Filme, Workshops, Vorträge und Interventionen im öffentlichen Raum, die unterschiedliche Aspekte einer möglichen, zukünftigen Stadt thematisieren. Am besten auf der Festivalseite http://www.urbanize.at nachsehen und die persönlichen Lieblinge wählen!    

 

urbanize!
Int. Festival für urbane Erkundungen
4. – 13. Oktober 2013, Wien

www.urbanize.at
www.derive.at

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Kategorien:AbsolventInnen

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