Neuerungen im Kurs Kunst- und Kulturvermittlung

ANDREA ZSUTTY IST LEITERIN DER KUNSTVERMITTLUNG IM BANK AUSTRIA KUNSTFORUM. VOR SIEBEN JAHREN HAT SIE DEN ZERTIFIKATSKURS KUNST- UND KULTURVERMITTLUNG AM INSTITUT FÜR KULTURKONZEPTE INITIIERT UND LEITET IHN SEITHER.

 

IN DIESEM JAHR GIBT ES EINIGE NEUERUNGEN IM KURS. WIR HABEN UNS MIT ANDREA ZSUTTY ZUM INTERVIEW GETROFFEN UM ÜBER DIE ENTWICKLUNGEN IM BERUFSFELD KULTURVERMITTLUNG ZU SPRECHEN.

 

Andrea Zsutty | Foto: Ingo Pertramer

Andrea Zsutty | Foto: Ingo Pertramer

Frau Zsutty, was genau ist im siebten Jahrgang des Zertifikatskurses Kunst- und Kulturvermittlung neu?

Nach sechs erfolgreichen Jahren, in denen wir die Kursinhalte immer wieder adaptiert haben, war es wieder an der Zeit auf das sich ständig verändernde Berufsbild der Kunst- und Kulturvermittlung zu reagieren. Im Sinne einer noch stärkeren Professionalisierung und Praxisnähe haben wir das Programm für die TeilnehmerInnen individueller gestaltet:

Die TeilnehmerInnen bewerben sich mit einem Vermittlungsprojekt, das sie im Kurs zur Durchführungsreife bringen. Durch ein selbstgewähltes Zusatzmodul aus dem Seminarangebot des Instituts für Kulturkonzepte haben sie weiters die Möglichkeit ein Thema, das für die persönliche berufliche Weiterentwicklung nützlich ist, zu vertiefen. Neben den bewährten, international ausgerichteten DozentInnen gibt es erstmals eine Auslandsexkursion, um Kulturinstitutionen und Kulturschaffende jenseits des eigenen Tellerrandes kennenzulernen und um die Möglichkeit zu haben, neue berufliche Kontakte zu knüpfen.

 

 

Auf welche Tendenzen aus der Praxis haben Sie mit dieser Umstellung reagiert?

Wir richten uns mit unserem Angebot sowohl an Personen die institutionell verankert sind, als auch an frei schaffende Kunst- und KulturvermittlerInnen.In beiden Fällen ist eine fundierte Aus- bzw. Weiterbildung für ein erfolgreiches Agieren am Arbeitsmarkt unerlässlich.

Die Entwicklungen der letzten Jahre haben deutlich gezeigt, dass aus einem eher prekären Nebenjob ein professionelles Berufsbild geworden ist, dem eine eigene Spezifikation zugrunde liegt. Nicht mehr nur ein einschlägiges Studium oder die reine Freude am Tun sind gefragt, sondern von Auftraggeberseite wird vermehrt ein reflektierter, umfassend gebildeter theoretischer wie praktischer Zugang zum Berufsfeld erwartet.

 

Es gibt eine Exkursion nach Bratislava. Warum haben Sie sich genau diesen Ort ausgesucht?

Weil Bratislava eine sehr spannende junge Kulturszene hat: Die Kunstakademie mit einer Uni-eigenen Design Galerie, jedes Jahr mehrere Musikfestivals von Klassik über Jazz bis Indie-Rock, bedeutende Filmfestivals, darunter das seit 1999 stattfindende International Film Festival, ein Festival für bildende Kunst, das Bratislava Art Festival – BLAF, oder ein Privatmuseum für moderne Kunst, das Danubiana Meulensteen Art Museum.

Außerdem liegt Bratislava quasi vor der Haustüre Wiens und ist im Sinne eines internationalen Austauschs schon lange ein verlässlicher Partner für innovative Projekte und Initiativen, die wir in einer Auswahl bei unserer Exkursion kennenlernen werden.

 

Eine Grundsatzfrage zum Schluss: Sie haben bereits vor sieben Jahren den Zertifikatskurs Kunst- und Kulturvermittlung entwickelt. Warum glauben Sie, dass Weiterbildung in diesem Feld wichtig ist?

Weil zum Glück das Selbstbewusstsein der Kunst- und KulturvermittlerInnen in den letzten Jahren gestiegen ist und dieser Tätigkeitsbereich zunehmend als vollwertiger Beruf anerkannt wird. Damit einhergehend werden auch höhere Maßstäbe im Sinne einer Professionalisierung gesetzt. Je umfassender gebildet man in den Arbeitsbereich geht, umso höher sind die beruflichen Chancen.

Nicht umsonst gibt es immer mehr Jobausschreibungen, die dezidiert eine Aus- bzw. Weiterbildung im Bereich der Kunst- und Kulturvermittlung verlangen. Der Zertifikatskurs „Kunst- und Kulturvermittlung“ war das erste Angebot am Markt, das sich genau mit diesen Anforderungen auseinandergesetzt hat und ist diesbezüglich immer noch richtungsweisend.

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