Emerging artists

DAS ESSL-MUSEUM AUF ENTDECKUNGSREISE DURCH DIE KUNST

In einem großen Haus, wie dem Essl Museum, ausgestellt zu werden, kann für KünstlerInnen ein gutes Sprungbrett sein. Daher haben wir uns entschlossen die Ausstellungs-Reihe ›emerging artists‹ hier genauer vorzustellen. Alle zwei Jahre können sich bisher noch unentdeckte KünstlerInnen dafür bewerben. Dieses Jahr liegt der Fokus auf Österreich.

 

WAS WIRD DEN KÜNSTLER_INNEN GEBOTEN?

15 bis 20 ausgewählte KünstlerInnen werden ab dem 2. Oktober für vier Monate in einer Gruppenausstellung im Essl Museum gezeigt. Die künstlerischen Positionen werden weiters in einem umfangreichen Ausstellungs-Katalog mit Werkabbildungen und Texten präsentiert.

Das Essl Museum schickt den Katalog gezielt an wichtige Entscheidungsträger der Kunst- und Kulturszene. Die Marketing- und Pressearbeit für die Ausstellung und die KünstlerInnen übernimmt das Essl Museum.

 

WER KANN SICH BEWERBEN?

Bewerben können sich österreichische Künstlerinnen und Künstler bzw. solche, die in Österreich leben und arbeiten. Die österreichische Staatsbürgerschaft ist keine Voraussetzung. In diesem Fall muss aber der künstlerische Arbeitsschwerpunkt während der Bewerbungs- und Auswahlphase in Österreich liegen.

Dazu der Kurator Günther Oberhollenzer: ›Im Sinne der ›emerging artists‹ – Ausstellungsreihe sollen die Werke der Bewerberinnen und Bewerber noch nicht stark am Kunst- und Ausstellungsmarkt sichtbar sein. Ganz wichtig ist uns, dass es kein Alterslimit gibt, da wir die Meinung vertreten, dass man auch mit über 30 oder 35 Jahren noch spannende Kunst schaffen kann, die es wert ist, entdeckt zu werden.‹

Der Fokus in diesem Jahr liegt auf Malerei und Grafik. Die Nutzung von z.B. multimedialen Erweiterungen dieser Medien oder mixed media–Arbeiten ist jedoch nicht ausgeschlossen.

 

 

WIE LÄUFT DAS AUSWAHL-VERFAHREN AB?

Bis zum 15. April können Sich KünstlerInnen für ›emerging artists‹ bewerben.

Die KuratorInnen Günther Oberhollenzer, Andreas Hoffer und Johanna Langfelder-Hain werden eine Auswahl von 40 bis 50 KünstlerInnen treffen und diese im Mai in ihren Ateliers besuchen.
Dieses Auswahl-Verfahren ist, wie ich finde, eine sehr wertschätzende und kann der Qualität der Ausstellung nur gut tun. Für das KuratorInnen-Team wird es aber definitiv ein sehrintensives Zeit sein, denn schon im Juni sollen die 15 bis 20 KünstlerInnen-Positionen ausgewählt sein.

Die ausgewählten KünstlerInnen erwarten zwei intensive Monate, in denen die endgültige Werkauswahl getroffen wird und sie Bildmaterial für Katalog, Drucksorten und die Website bereitstellen müssen.

Am 2. Oktober ist es dann soweit: Der Tag beginnt mit der Pressekonferenz. Am Abend findet die Eröffnung statt. Was es allerdings genau bedeutet, dass die KünstlerInnen ›für Kulturvermittlungsprogramme‹ zur Verfügung stehen sollen, ist uns noch nicht ganz klar. Vielleicht kann uns das Essl Museum da weiterhelfen?

 

Das Konzept ist also durchwegs interessant. Für KünstlerInnen besteht der Mehrwert definitiv in der Ausstellungsbeteiligung, dem Renommee des Essl Museums und seines Netzwerkes, sowie in der Präsentation im Katalog. Nicht zu vergessen ist, dass vom 2. bis 5. Oktober die Viennafair stattfinden wird. Gerade für noch unentdeckte KünstlerInnen kann eine Präsentation in diesem Ramen daher definitiv gewinnbringend sein – wenn auch, und so kennen wir den Kunstmarkt, kein sicheres Versprechen für zukünftigen Erfolg.

 

2014_02_Essl-Museum_Emerging-artists

 

…dennoch, eine Bewerbung könnte sich lohnen. Daher wünschen wir allen KünstlerInnen gutes Gelingen bei der Bewerbung und sind neugierig auf die Zusammenstellung  aktueller Tendenzen österreichischer Malerei und Grafik bei noch unentdeckten KünstlerInnen.

Link zu ›emerging artists‹ und den Bewerbungsleitfaden.

Zur online-Bewerbung geht es hier.

 

Autorin: Daniela Unterholzner

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Kategorien:Allgemein

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2 replies »

  1. Liebe Daniela,

    zu deiner Frage: „Was es allerdings genau bedeutet, dass die KünstlerInnen ›für Kulturvermittlungsprogramme‹ zur Verfügung stehen sollen, ist uns noch nicht ganz klar. “

    Wir freuen uns immer wenn KünstlerInnen die Rahmenprogramme ihrer Ausstellungen berreichern, zB indem Sie einer Führung oder einem Workshop beiwohnen.

  2. Okay, die KünstlerInnen sind also nicht verpflichtet Führungen und Workshops selbst zu machen, aber wenn sie wollen, können sie welche gestalten oder einfach dabei sein.

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