Fabian Weiss – Fotokünstler 2015/16 – Teil I

Oft werden wir gefragt, woher die Bilder auf unserem Folder zu den Zertifikatslehrgängen Kulturmanagement und Kulturvermittlung stammen.

Wir möchten daher das Projekt und unseren aktuellen Fotokünstler in einer Blogreihe vorstellen: Jedes Jahr kooperieren wir mit einem/einer KünstlerIn bzw. einem KünstlerInnen-Kollektiv. Diese Zusammenarbeit, die Auswahl der Arbeiten und die Kommunikation machen uns große Freunde.

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Foto (c) Fabian Weiss / Transnistrien

 

UNSER FOTOKÜNSTLER 2015/16 – FABIAN WEISS

Fabian Weiss ist freischaffender Fotograf und Mitglied der Agentur LAIF. In seinen fotografischen Essays erforscht er kulturelle und gesellschaftspolitische Veränderungen unserer Zeit. Intime Bilder zeigen nuancierte und durch feinfühlige Beobachtung entstandene Porträts im Kontext der jeweiligen Kultur.

Die gezeigte Serie trägt den Titel „Auf der linken Seite des Flusses“. Die Fotos entstanden in Transnistrien, einer kleinen Region zwischen Russland und der Ukraine, die nur wenige kennen. Wir haben mit Fabian Weiss über seinen ganz persönlichen Zugang, seine Eindrücke und Erfahrungen gesprochen und stellen sie Ihnen in dieser dreiteiligen Blogreihe vor.

 

 

WO GENAU LIEGT TRANSNISTRIEN UND WAS HAT DICH BESONDERS AN DIESEM LAND FASZINIERT?

Fabian Weiss:

2013 lebte ich für ein paar Monate in Russland, nahe der ukrainischen Grenze.

Einer meiner Mitbewohner stammte aus der Ukraine. Immer wieder fiel das Wort „Transnistrien“. Diesen schmalen Streifen Land thematisierten wir in zahlreichen Gesprächen. Das machte mich neugierig. Transnistrien wird von der internationalen Gemeinschaft nicht als rechtmäßiges Land anerkannt.

Die Jugendlichen stehen dort einer ungewöhnlichen Lebenswelt gegenüber, im Positiven wie im Negativen: Das politische System versucht vehement seine BürgerInnen zum Nationalstolz zu erziehen. Gleichzeitig sind aber die schulischen und universitären Abschlüsse offiziell nicht einmal beim großen Bruder Russland anerkannt.

Der Gedanke, das Land zu verlassen, scheitert meist nicht nur an einem mehr als bescheidenen Durchschnittseinkommen von weniger als 150 Euro pro Monat, sondern schlicht an der Tatsache, dass die nationalen Pässe bei der Einreise nicht anerkannt werden. „Mit Löhnen nahe der Armutsgrenze werden die Menschen hier als Sklaven gehalten“, sagt Evgeny (28), ein ehemaliger Student der Wirtschaftswissenschaften der State University in Tiraspol.

Für andere hingegen bietet das kleine Land auch ungeahnte Möglichkeiten. “Wo sonst kann man mit 27 Jahren schon Außenminister werden?”, fragt Vladimir.

 

…wir wissen es…in Österreich 🙂

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Kategorien:Kunstprojekte

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