Fabian Weiss – Fotokünstler 2015/16 – Teil II

Im ersten Teil unserer Interview-Reihe mit Fabian Weiss haben wir über das Thema der diesjährigen Kunstprojekte-Fotoserie „Transnistrien. Auf der linken Seite des Flusses“ gesprochen, einem schmalen Streifen Land zwischen Russland und der Ukraine.

 

 

FABIAN WEISS, WIE FINDEST DU DIE MOTIVE FÜR DEINE FOTOGRAFIEN? SIE STELLEN MENSCHEN IN IHREN WOHNUNGEN DAR, IN SEHR PRIVATEN UND INTIMEN SITUATIONEN. WIE LERNST DU SIE KENNEN?

Der Zugang zu den ProtagonistInnen ist je nach Projekt unterschiedlich. Konstant ist aber mein wirkliches Interesse am Alltag der Menschen, die ich treffe. Denn ohne dies könnte ich den Menschen nie so nahe kommen. Eine weitere Konstante ist auch meine naive Neugier am Leben von Menschen in anderen Kulturen und soziographischen Kontexten. 

In Transnistrien habe ich teils die Leute auf der Straße angesprochen, mich über Jugendclubs vermitteln lassen oder einfach Zeit in Cafés verbracht und auf Jugendliche gewartet, die mit mir sprechen wollten oder konnten – denn mit Englisch kommt man in Transnistrien keinen Meter weit, nicht mal bei den Jugendlichen.

 

Foto © Fabian Weiss

Foto © Fabian Weiss

IN DIESER SERIE BESCHÄFTIGST DU DICH MIT DEN TRÄUMEN UND WÜNSCHEN DER JUNGENDLICHEN. WAS WÜNSCHT SICH Z.B. DAS MÄDCHEN AM KÜCHENTISCH, DAS VERTRÄUMT IN RICHTUNG FENSTER BLICKT?

Dasha ist 22 Jahre alt und wurde in Belgorod an der Ukrainischen Grenze zu Russland geboren. Sie zog mit ihrer Mutter nach Tiraspol. In der Sowjetunion hatte die Region das positive Image einer fruchtbaren südländischen Landschaft.

Durch viele Freunde und Besuche im Ausland weiß Dasha um potentielle Chancen. Ihr Traum ist es eine eigene Erdbeerplantage aufzubauen. Doch sie bevorzugt es den schmalen Streifen Land namens Transnistrien nicht zu verlassen: “Hier habe ich viel mehr Möglichkeiten, da das Land noch nicht so entwickelt ist. Für Amerika oder andere Länder wäre meine Idee einer eigenen Erdbeerplantage einfach zu klein. Aber hier gibt es so etwas kaum.”

 

WO KANN MAN DEINE ARBEITEN NOCH SEHEN?

Die Gruppenausstellung SEA CHANGE ist derzeit im Literaturhaus Salzburg zu sehen. Angeregt vom Litteraturhuset Oslo wurde das Projekt vom britischen Fotografen Jocelyn Bain Hogg kuratiert. Die Ausstellung erzählt fotografisch das Leben junger Menschen in Europa. Zusammen mit 13 FotografInnen aus verschiedenen Ländern Europas zeigt das Projekt den Alltag junger EuropäerInnen – ich beschäftige mich mit Deutschland. 

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Kategorien:Kunstprojekte

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