Die Kultur des Miteinander Arbeitens- Alumni Alexandra Feichtner

Ich bewege mich beruflich seit vielen Jahren in unterschiedlichen Feldern des Kulturbetriebes – genau genommen seit dem Abschluss des Universitätslehrgangs Kultur & Organisation 2004. Die Verantwortungsbereiche und Funktionen haben sich im Lauf der Zeit geändert, eines ist gleich geblieben: Der Kern, um den sich vieles in meiner Arbeit dreht, ist die Kultur des Miteinander-Arbeitens.

In nationalen und internationalen Projekten an der Schnittstelle von Wirtschaft, Kunst und Kultur habe ich viel über kreative Prozesse und interdisziplinäres Arbeiten gelernt. Ich hatte die schöne Aufgabe, unterschiedliche Blickwinkel und Ansätze zu gemeinsamen Ergebnissen zusammenzuführen, eine gleiche Augenhöhe und Vertrauen herzustellen, so dass alle Kompetenzen und Perspektiven zueinander kommen und einander bereichern können – und am Ende etwas Gemeinsames Neues entsteht.

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Foto: Katharina Gossow

Das ist Erfahrungswissen, auf das ich in meiner Arbeit immer noch täglich zugreife, denn im Grunde liegt hier auch der Fokus meiner aktuellen Tätigkeit: auf dem Schaffen optimaler Rahmenbedingungen für eine gute Zusammenarbeit. Als Organisationsberaterin begleite ich Gruppen, Unternehmen und Institutionen in Veränderungs- und Innovationsprozessen und an interdisziplinären Schnittstellen. Dabei nimmt der Kulturbetrieb für mich eine besondere Stellung ein. Zum einen bin ich dem Bereich sehr verbunden, zum anderen bin ich überzeugt von dessen gesellschaftlicher Notwendigkeit und Wirkungsmöglichkeit.

Der Kulturbetrieb vereint eine Vielzahl von Initiativen, Menschen und Institutionen, die im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten und Ausdrucksformen wirken. Er öffnet Orte der Vermittlung, des Lernens und des Experiments. Er erzeugt Schnittstellen, die Neues und Altes, Gewohntes und Visionäres, Gedachtes und Praktiziertes zueinander bringen, die Wissen verknüpfen und BesucherInnen das Einnehmen ungewohnter Perspektiven ermöglichen.

Was wäre, wenn Kulturorganisationen dieses Potenzial vermehrt auch nach innen wenden, für sich selbst nutzbar machten? Das wäre mit Sicherheit spannend – und ich wäre gern dabei.

alexandrafeichtner.at

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1 reply »

  1. Das Potenzial des Kulturbetriebs nach innen wenden – dieser Satz hat zu einem Perspektivwechsel geführt. Sehr spannender Gedanke, danke dafür!

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