„Die Welt ist noch zu retten!“ – 3 inspirierende Buchtipps von Karin Wolf

Büchertunnel

Foto: _HealthyMond | Unsplash

Karin Wolf, Gründerin und Direktorin des Instituts für Kulturkonzepte, hat für unseren Kooperationspartner Kulturmanagement Network gelesen. Ihre 3 Buchtipps sind im letzten KM Magazin zum Thema „Erbe und Zukunft – Das Buch“ zu lesen – und jetzt auch hier auf unserem Blog:

 

1. Arts/Cultural Management in International Contexts
Birgit Mandel, Olms-Weidmann Verlag 2017

Mich verblüfft am Kulturmanagement immer wieder, dass die Techniken und Methoden weltweit mehr oder weniger identisch sind. Ein Projektstrukturplan, ein Veranstaltungsablauf oder Marketingkonzept kommen doch rund um den Globus zum
Einsatz? Birgit Mandel zeigt deutlich, wie sehr die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen den Auftrag der KulturmanagerInnen prägen. Zwischen einem „Fundraiser“ und einem „Agent for change“ liegen dann vielleicht doch Welten? Und die große Herausforderung ist es, voneinander zu lernen!

In unserem Blogartikel Birgit Mandel – Diversity or uniformation in cultural management due to Globalization? vom Oktober 2017 fasst Birgit Mandel ihre Erkenntnisse der Studie, die Grundlage ihres Buches ist, zusammen.

2. Die freundliche Revolution: Wie wir gemeinsam die Demokratie retten
Philippe Narval, Molden Verlag 2018

Druckfrisch und absolut empfehlenswert für alle, die nicht mehr den Kopf schütteln und sich über den Zustand der Welt wundern möchten. Philippe Narval, Leiter des Europäischen Forums Alpbach, macht uns darauf aufmerksam, dass die Zivilgesellschaft abseits des Mainstreams tolle Projekte zum Empowerment und Dialog hervorbringt. Er hat sich in Europa auf die Suche nach vorbildlichen Beispielen gemacht und Erstaunliches gefunden: einen Kindergarten, in dem die Kleinen selbst Methoden erfinden, um den Turnsaal gerecht zu nutzen oder 21.000 BürgerInnen, die gemeinsam an Gesetzen schreiben. Don´t dream it – do it!

Philippe Narval hat sein Buch im März 2018 im Rahmen unseres Round Tables Personalentwicklung vorgestellt.

3. Ein Satz sagt mehr als tausend Worte
Peter Breuer, edition lehnen 2012

Und wenn ich genug vom Planen und Machen habe, dann mache ich es mir gemütlich und greife zu Peter Breuers Buch. Am liebsten schlage ich es irgendwo auf und bin gleich von den aberwitzigen und grenzgenialen Assoziationen und Wortspiele gefangen. Die
alphabetische Reihenfolge der Begriffe gaukelt eine Art von Ordnung vor, doch bereits nach kurzem Lesen steht das Gehirn fröhlich Kopf. Zitat: „Genügsamkeit – Sich am allermeisten zu wünschen, nichts zu wollen, ist ein handfester Interessenskonflikt.“ Funktioniert als Stimmungsaufheller und Inspirationskick für zwischendurch oder als Lektüre, bei der man vollkommen die Zeit vergisst und sich im eigenen Kopfkino verliert.

Karin Wolf

Foto: Marko Mestrovic

 

Karin Wolf ist Gründerin und Direktorin des Instituts für Kulturkonzepte. In ihrer Blogreihe verrät sie uns praktische Tipps rund um den Arbeitsalltag von KulturmanagerInnen.

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