„I would like to look like!“ Fotografin Almira Avdyli im Gespräch – Teil 1

Foto: I would like to look like! ©Almira Avdyli.

Foto: I would like to look like! ©Almira Avdyli

Ein Beitrag von Magdalena Lettner

Almira Avdyli ist ein kreativer Kopf, Absolventin des Kollegs Fotografie und audiovisuelle Medien an der Graphischen und Gewinnerin des diesjährigen Kulturkonzepte Fotowettbewerbs. In diesem Artikel verrät sie uns mehr über ihre Fotoreihe „I would like to look like!“ und die Kooperation mit dem Kunsthistorischen Museum Wien, das Schauplatz ihrer ersten großen Ausstellung war.

Deine Fotoserie wurde im Kunsthistorischen Museum ausgestellt – wie kam es zu dieser Kooperation?

 Almira: Das Projekt der Graphischen „Bilder nach Bildern“ war der Ausgangspunkt für mein Werk. Im Projekttitel bereits anklingend, war es Ziel, existierende Kunstwerke der Sammlung des Kunsthistorischen Museums als Anlass für neue Kreationen zu nehmen. Renommierte Kunst als Inspirationsquelle und Anstoß für neue künstlerische Auseinandersetzungen zu nutzen.

Unter der Bilderflut des KHM wurde meine Aufmerksamkeit von einem Torso eingenommen. Besonders die körperliche Fragmentierung der Skulptur machte mich neugierig. Ich bin quasi „picken geblieben“.

Ausgehend vom körperlichen Fragment des Torsos hinterfragte ich Begriffe wie Körper und Identität, Selbstinszenierung und Konsum vor allem im Hinblick auf Onlinemedien und Social Media. (Mehr dazu in Kürze im 2. Teil zu „I would like to look like!“)

Wie war die Zusammenarbeit als ausstellende Künstlerin mit dem KHM?

Almira: Meine Arbeiten in einem so professionellen, niveauvollen Rahmen präsentieren zu können, war für mich eine besondere Erfahrung. Der enge Kontakt zum Ausstellungsteam und die aktive Teilnahme an der Inszenierung der Werke, ermöglichte eine authentische Präsentation der Fotografien im Sinne der Kunstschaffenden. Sowohl Format und Hängung, als auch die Rahmung konnten von uns selbst entschieden werden. Am spannendsten fand ich die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des Ausstellungswesens werfen zu können.

Wie hast du die Ausstellungseröffnung erlebt?

Almira: Die Ausstellungseröffnung meiner Fotoreihe im KHM verursachte bei mir schlotternde Knie. Ich sag’s dir ehrlich – voll Gänsehaut! Ich habe bereits zuvor meine Kunst vor Publikum präsentiert, jedoch nicht in einem so überwältigenden Rahmen. Das KHM ist noch dazu eines meiner absoluten Lieblingsmuseen. Wenn ich durch die ägyptisch-orientalische Sammlung schlendere oder mich gedanklich in den Werken Caravaggios fallen lasse, bin ich stets mit Notizheft und Musik ausgestattet – das KHM ist für mich ein Inspirationsort mit einem ganz eigenen Spirit.

Was möchtest du bei den Betrachtenden deiner Fotos auslösen?

Almira: Mir ist es wichtig, als Künstlerin und auch als Betrachterin anderer Kunst, dass man mich irgendwo hinlenkt, mir aber gleichzeitig einen gewissen Freiraum gibt.

Ich sehe meine Fotografien als gedanklichen Anstoß an die Betrachtenden, will aber niemanden in meiner Gedankenwelt einzwängen. Ich gebe zwar eine Richtung vor, lege aber größten Wert darauf, den BetrachterInnen genügend Raum zu lassen, um selbst gedanklich mit den Fotografien arbeiten zu können.

Mehr zu Almiras Intentionen und Gedanken hinter den Fotografien, sowie ein Ausblick auf ihr weiteres künstlerisches Schaffen findet ihr im nächsten Teil – demnächst hier auf dem Kulturkonzepte-Blog.

Foto: I would like to look like! ©Almira Avdyli
Foto: I would like to look like! ©Almira Avdyli
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