Alumni Maria Weiss – Ö1 Pasticcio Preisträgerin

The responsibility of the artist is not to give answers.
It is to ask questions.
Robert Wilson

 

Maria Weiss hat vor drei Jahren den Zertifikatslehrgang Kulturmanagement abgeschlossen. In der Zwischenzeit hat sich viel getan und ihr Abschlussprojekt hat sich super weiter entwickelt. Vor kurzem haben wir sie zum Interview getroffen und über den Spagat zwischen Musikerin und Kulturmanagerin, Crowdfunding und den ihre Liebe zur Musik gesprochen.

 

Du hast im Juli den Ö1 Pasticcio Preis für dein Projekt „favola in musica. alte neue musik“ gewonnen. Was bedeutet dieser Preis für dich?

Als Musikerin ist das für mich eine große Auszeichnung.

Für mich persönlich ist es etwas Besonderes, denn Ö1 ist schon seit Kindheit mein Lieblingssender. Heute noch habe ich Kisten voll mit „Schätzen“: Kassetten von damals aufgenommenen Sendungen.

Die Worte, die Helmut Jasbar im Pasticcio bei der Preisverleihung gefunden hat, haben mir gezeigt, dass bei ihm und der Jury dieses Projekt mit allen Facetten „angekommen“ ist. Ich wollte mit „favola in musica“ etwas kommunizieren und es ist verstanden worden: was gibt es Schöneres?

 

 

Erzähle uns mehr über das Projekt.

„favola in musica“ bedeutet „Märchen in Musik“ und ist der Untertitel von Claudio Monteverdi’s „L’Orfeo. Favola in Musica“. Bei diesem großen Meister und Visionär knüpfe ich an und stelle Fragen: was ist ALT, was ist NEU? Stehen sich Gegensätze oft nicht näher als wir denken?

„favola in musica. alte neue musik“ ist ein biennales Musikprojekt.
Alles 2 Jahre gibt es Konzerte und als Abschluss eine CD mit Musikvideo und einem Buch mit eine Reise in Bildern und Texten zu den musikalischen Werken – ein musikalisches „Märchenbuch“.

Es gibt Welt-Ersteinspielungen Alter Musik (NEUE Alte Musik), und Neuer Musik (Wolfgang Mitterer) und Werke Alter Musik aus Renaissance und Barock.

Was brauchen wir? Freude, Inspiration, Töne, Farben, Bilder und gute Worte… eine „gute Geschichte“ hat immer schon Menschen berührt, verändert oder inspiriert.

Das versucht „favola in musica“ zumindest.

Was ich daran liebe? Ich liebe MONTEVERDI, BACH, HÄNDEL, PURCELL, ich liebe es zu singen, kreativ zu sein, Märchen, Schlösser, Hip Hop… und mit anderen Menschen gemeinsam etwas zu machen :-)))

 

Wie die Idee entstanden ist?

Wenn etwas in einem drinnen „brennt“, dann muss es raus:
Als Opernsängerin bin ich zwar auch kreativ, aber trotzdem immer „reproduzierend“.
Mit „favola in musica“ ziehe ich meine eigene kreative Spur und es war auch mein Abschlussprojekt im Zertifikatslehrgang Kulturmanagement.

 

 

Wo hat dich der Kurs besonders unterstützt?

Am hilfreichsten war für mich zu lernen wie man ein Projekt strukturiert und organisiert. Sehr unterstützend war die Vernetzung und das extrem positive, wertschätzende Klima mit meinen KollegInnen im Lehrgang.

Christian Henner-Fehr hat es so wunderbar in einem der Kurse (Projektmanagement) zusammengefasst: Es ist einfach: willst Du einen Kuchen backen, brauchst Du ein gutes Rezept, dann nehme man die Zutaten, rühre und backe und fertig :-> Der Zertifikatslehrgang am Institut für Kulturkonzepte war in jeder Hinsicht VITAL für die Realisierung von „favola in musica“, sozusagen: mein Projekt-Management-Back-Rezept.

 

Du hast Druck & Pressung des CD Hardcover Digibook’s über Crowdfunding finanziert. Was hat besonders gut dabei funktioniert und was war aufwändiger als erwartet?

Mir war von Anfang an klar, dass Crowdfunding die Mega Arbeit ist. Es ist in gewisser Weise wie in der Kunst, beim Musizieren oder Singen oder was auch immer: es darf nur so leicht aussehen. Dahinter steckt sehr viel Arbeit und Vorbereitung.

 

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Welche Tipps kannst du anderen Kulturschaffenden geben, die Crowdfunding für die eigenen Projekte nutzen möchten?

1. So viele Projekte wie möglich auf unterschiedlichsten Plattformen ansehen: Texte, Fotos, Grafik und natürlich essentiell: Videos.

2. Andere Projekte mitfinanzieren, selbst Supporter bei einigen Crowdfunding-Projekten sein und die „andere Seite“ zu kennen.

3. Gespräche mit Menschen die Crowdfundings gemacht haben

4. Wichtig: die Wahl DEINER Crowdfunding-Plattform

5. PLANUNG: Vorbereitungszeit, Pufferzeiten für – Konzept, Grafik, VIDEO, Dankeschöns, Kontakte, Presseplan, realistische und pünktliche Auslieferung der versprochenen Dankeschöns….

6. Spass und Freude haben dabei und authentisch sein: alles andere kann man vergessen.

 

Wo kann man „favola in musica“ kaufen?

Auf favolainmusica.com. Das 216 Seiten starke CD Hardcover Digibook ist auch in der Geschenk-Versionen verfügbar (in einem umweltfreundlichen Karton mit Seidenpapier, Mascherl und Grußkarte oder in französisches Geschenkpapier mit Mascherl verpackt)

 

Wir gratulieren Maria Weiss von ganzem Herzen zu Ihren Erfog und freuen uns sehr darüber! 🙂

 

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